See You At The Bitter End!

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Gone Home hatte ich auf meinem Radarschirm, seit es 2013 veröffentlicht wurde. Da ich aber über keinen ordentlich spielefähigen Pc/Laptop verfüge, konnte ich es leider nie ausprobieren.

Als jetzt die Konsolenversion für PS4 angekündigt wurde, war für mich klar, dass es jetzt Zeit zum nachholen war. Und oh boy… was bin ich froh, dass ich es endlich gespielt habe.

Gone Home ist ein Adventure/Walking-Simulator von Fullbright, welche zuvor u.a. an der Entwicklung von Content für BioShock 2 beteiligt waren. Wie für das Genre (dessen Bezeichnung für mich persönlich nicht negativ besetzt ist) üblich, gibt es kaum eigentliches Gameplay. Man steuert die 21-jährige Kaitlin Greenbriar aus der Ego-Perspektive, die nach einem Auslandsjahr in Europa gerade zurück nach Hause gekommen ist.

Ihre Familie ist vor kurzem in ein neues Haus gezogen und als Kati mitten in der Nacht auf der Schwelle steht, findet sie an der Tür nur eine Nachricht ihrer jüngeren Schwester Sam. Das große Haus ist verlassen und es liegt nun am Spieler, herauszufinden, was hier passiert ist.

IMG_20160311_144621Man läuft also nacheinander alle Räume des Anwesens ab, öffnet Schubladen, durchstöbert Schränke und wühlt sich durch zerknüllte Zettel in Papierkörben und deckt so nach und nach die Geschichte auf. Bestimmte Funde triggern vertonte Tagebucheinträge von Sam, die die Herzstücke der Story darstellen. Hier weiß man im Vorfeld am besten nicht, was einen erwartet, damit die sehr gute Schreibe ihre volle Wirkung entfalten kann. Ich bin ein großer Fan von Coming-of-Age/Teenage-Angst Storys und mich hat das schon sehr mitgenommen.

Ich habe in diesen Tweets jedenfalls nicht übertrieben:

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Großartig fand ich auch, dass man im Haus oft auf Kassetten stößt, die man in praktischerweise überall herumstehenden Rekordern abspielen kann. Darauf zu hören ist authentische Riot Grrrl Mucke aus der Anfangszeit der Bewegung. Für das Spiel wurde Songs der Bands Bratmobile und Heavens to Betsy verwendet und es bricht die stellenweise durchaus unheimliche Atmosphäre gut auf, wenn man eines der Tapes laufen lässt.

Wer also jetzt denkt, das könnte was für ihn sein, sollte Gone Home definitiv eine Chance geben. Der Preis ist mit 19,90 Euro durchaus knackig, hat sich für mich aber absolut gelohnt. Nach dem ersten Durchlauf bekommt man verschiedene zusätzliche Optionsmodi und es schalten sich überall im Haus verteilte Audio-Logs der Entwickler frei, was zu einem zweiten Playthrough einlädt.

Wer Geld sparen möchte und diese Möglichkeit hat, ist vielleicht mit der PC/Mac Version in einem Steam Sale besser bedient.

 

Über Silent Protagonist

Here to make you think about death and get sad and stuff …

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4 Kommentare zu See You At The Bitter End!

  1. moep0r sagt:

    Yop, absolut tolles Spiel. Sieht aus als muesste ich dann bald mal Life is Strange anfangen 😉

  2. GwynGaming sagt:

    Ich fand Gone Home an sich nicht ganz so gut. Wahrscheinlich habe ich auch viel zu viel erwartet. Wenn die Geschichte und die Atmosphäre gut ist, sind die sogenannten Walking-Simulatoren trotzdem echt super, wie man z.B. in Firewatch sehen kann. Aber die ganze Zeit nur durch das dunkle Haus zu schleichen, war für mich etwas enttäuschend. Ich mochte zwar die vielen kleinen Details, aber für 20 € war es mir einfach zu wenig.

    P.S. Life is Strange ist grandios!

    • Ja, das ist ne ziemliche Geschmackssache. Ich steh wie gesagt total auf dieses Coming of age/Teenage Angst Zeug und für mich war der Preis ok.

      Sorry fürs späte freischalten. Mein neues Wischtelefon hat die Mails nicht abgerufen.

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