Eine Niederlage einzugestehen ist eine Blasphemie gegen den Imperator!

Mighty mighty Facebook hat mich mit einer Erinnerung darauf hingewiesen, dass ich schon wieder meinen Blog-Geburtstag verpennt habe…

Am 13.10.2011 ging es mit dem unteren Beitrag auf ye olde Blog los und auch wenn ich mittlerweile umgezogen bin, gillt das für mich noch als der Startschuss.

Der Nostalgie halber also nun mein allererster Blogpost von vor vier Jahren, der heute aktueller denn je ist:

fürdenimperator

Wer an meiner Seite kämpft soll mein Bruder sein!

Die letzten zwei Abende dieser Blockwoche haben ich und ein Klassenkamerad bei einem gemeinsamen Freund in Weinheim verbracht. Wir haben also nach zehn Stunden Schule noch mal für eine Stunde mein Auto geentert, sind nach Weinheim gedüst, haben da gepennt, sind morgens ne Stunde früher aufgestanden, um rechtzeitig wieder in der Fachschule zu sitzen – und das Ganze am nächsten Tag noch mal.

Und es war spitze!

Wir haben beide Abende hauptsächlich mit einem alten Brettspiel verbracht, das besagter Weinheimer Kumpel kürzlich bei Ebay ersteigert hat: StarQuest. Man spielt die aus dem Warhammer 40.000 Universum bekannten Space Marines (in Deutschland wurden allerdings alle Namen und Begriffe geändert, wohl um das Spiel zu entschärfen), entscheidet über deren Bewaffnung, zieht über das Spielfeld, setzt Befehls- und Ausrüstungskarten ein und trägt tödliche Würfelduelle mit Orks, Androiden und Chaos-Marines aus.
Es hat tierischen Spaß gemacht und trat mir volle Kanne in meine Nostalgie-Eier.

Was könnte einen mehr an früher Erinnern, als ein Brettspiel, bei dem man als genetisch veränderter Supersoldat fiese Aliens abknallt. Menschen wie mich macht so ein Quatsch nachdenklich.

Ich erinnerte mich an alte Klassenfahrten, auf denen wir den Fantasy Ableger HeroQuest dabei hatten und uns damit die Nächte um die Ohren schlugen.
Es gehörte einem meiner damaligen Freunde, und ein anderer hatte auch StarQuest. Leute, die ich seit gefühlten fünftausend Jahren nicht mehr gesehen habe, die ich jetzt nicht mal mehr auf der Straße erkennen würde, und mit denen ich vermutlich auch nicht mehr viel gemeinsam habe. Aber hier saß ich nun, 27 Jahre alt, mit Menschen die ich kaum ein Jahr kenne, und ich habe mich wieder wie ein zehnjähriger Junge auf einer Klassenfahrt gefühlt. Und es war ein gutes Gefühl, jedenfalls für diese zwei Abende.

Ich dachte also an früher, an alte Freude – aber auch an die neuen Freunde, mit denen ich den Abend verbrachte.

Der schönste Nebeneffekt davon, dass ich endlich meinen Arsch hochbekommen habe… nein, dass ist nicht richtig … das ist sogar total falsch.

Also, der schönste Nebeneffekt davon, dass mein Sohn mir im noch ungeborenen Zustand so heftig in den Arsch getreten hat, dass ich das heute noch spüre, ist, dass ich Menschen kennengelernt und Freunde gefunden habe, mit denen mich, trotz großer und auch mal nicht so großer Altersunterschiede, viel verbindet. Zwar war ich nicht unbedingt schlecht darin, Leute kennenzulernen (jedenfalls nicht schlechter, als jeder andere zutiefst unsichere Mensch auch), aber wie oft trifft man schon jemanden, mit dem einen auf Anhieb etwas verbindet, den man schon nach kurzer Zeit einen Freund nennt und nicht mehr missen möchte? Vor allem, wenn man den ganzen Tag zu Hause hockt und Videospiele spielt, während die Freundin arbeiten geht.

Allerdings bin ich echt scheiße im pflegen von Freundschaften und Kontakten (das habe ich wohl von meinem Vater…) aber ich versuche mich zu besser, echt ey…

Playlist:
Inner Conflict – Anschlusstreffer
Iron Maiden – Dance of Death
Samsas Traum – a.Ura und das Schnecken.Haus

Über Silent Protagonist

Here to make you think about death and get sad and stuff ...
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4 Kommentare zu Eine Niederlage einzugestehen ist eine Blasphemie gegen den Imperator!

  1. Phinphin sagt:

    Alles Gute! Ich vergesse das aber auch meistens 🙂

  2. Poly sagt:

    Dann noch alles Gute nachträglich ^^

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